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Wienerwald Cup 2015

Wienerwald Cup 2015

Rund drei Monate vor den European Universities Debating Championship richtete der Debattierklub Wien am 15. und 16. Mai 2015 ein kleines deutschsprachiges Turnier aus: Den 1. Wienerwald Cup. Cheforganisator Roman Korecky hatte in den Wochen zuvor alle Register gezogen, um unser erstes Turner auf dem FH Technikum zu einem vollen Erfolg zu machen. Chefjuroren waren Pascal Schaefer aus Leipzig und Mark Etzel vom DKWien. Tabmaster Jakob Reiter nutzte das Turnier zudem als ersten Testlauf für das von ihm mitentwickelte Programm Tabbie2.

Finalisten und CJ Wienerwald Cup 2015

Die Finalisten und Chefjuroren des Wienerwald Cup 2015

Los ging es am Freitag mit einem Workshop von Pascal über Wirtschaftswissenschaften und Spieltheorie. Nach drei Vorrunden und endete der Turniertag schließlich mit einem Abendesse und gemütlichen Beisammensein bei Wiens ältestem Heurigen, der 10er-Marie. Nach der abschließenden vierten Vorrunde am Samstagmorgen, standen unsere Finalisten fest. Bester Redner der Vorrunden war Amin Oueslati.

In einem spannenden und unterhaltsamen Finale konnte sich schließlich das Team „AFA – Arsch für Alles“ (Antonio Messner, Maximilian Schmidt) aus der Position der schließenden Regierung gegen die Teams „Redesalz“ (Amin Oueslati, Christoph Pirringer), „POI Colada“ (Lisa Duschek, Yasmin Fareed) und „Need better directions to Disneyland“ (Miriana Muntean, Katarina Kuzman) durchsetzen. Juriert wurde das Finale von Melanie Sindelar als Chair mit Unterstützung von Regina Puthenpurayil und Pascal. Eine Videoaufzeichnung des Finales ist auf unserem Youtube-Kanal zu finden.

Alle Themen im Überblick:

R1: Infolide: Ashley Madison ist ein 2002 gegründetes Onlineportal zum Finden eines Sexualpartners für Seitensprünge. Mit laut eigenen Angaben über 35 Millionen Nutzern in 30 Ländern ist Ashley Madison die größte derartige Internetbörse. Es existieren jedoch weitere vergleichbare Anbieter wie z.B. seitensprung.de, lonelywivesaffairs.com oder marriedcafe.com. Der CEO des Unternehmens, Noel Biderman, sagt über sich selbst: “I’m one of the most important feminists that the world has seen”. Dieses Haus würde Seitensprungportale verbieten.

R2: Infoslide: Definition: Die Kompetenzprüfung bezeichnet im Folgenden einen umfangreichen standardisierten Test, in welchem neben Intelligenz und Fremdsprachenkenntnis auch fachliche Kompetenzen wie wirtschaftliches, politisches, historisches oder wissenschaftliches Verständnis geprüft werden. Dieses Haus würde eine umfangreiche verpflichtende Kompetenzprüfung für Kandidaten politischer Ämter einführen und dessen Ergebnisse veröffentlichen.

R3: Dieses Haus würde gewaltverherrlichende Passagen religiöser Texte zensieren.

R4: Infoslide: Die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) ist eine multilaterale Entwicklungsbank mit Fokus auf regionalen Infrastrukturprojekten. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten bei der Anpassung der Stimmrechtsverhältnisse in Weltbank und IWF wurde sie im Jahr 2014 unter der Führung Chinas gegründet. Seither steht die AIIB im Wettbewerb zur Weltbank ($223 Mrd.), dem Internationalen Währungsfond (IWF, $755 Mrd.) und der Asian Development Bank (ADB, $160 Mrd.). Sowohl regionale als auch nicht-regionale Staaten können Stimmrechte erwerben. Das Stimmgewicht ist hierbei proportional zum Kapitaleinsatz eines Geberlandes. Die ADB schätzt den Kapitalbedarf in der Region bis 2020 auf $8 Billionen. Die Kapitalisierung der AIIB soll zwischen $50 Mrd. – $100 Mrd. liegen, wovon China die Mehrheit beisteuert. Dieses Haus glaubt, dass westliche Staaten nicht in die AIIB investieren sollten.

Finale: Dieses Haus bedauert die Erfindung des Fernsehens.

The Wiener takes it (all): Der DKWien auf der DDM 2014 in Berlin

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Teams aus Österreich auf der Deutschsprachigen Meisterschaft (die damals auch noch Deutsche Meisterschaft hieß) vom Break bzw. den Finalrunden ausgeschlossen. Besonders ungerecht, hat das aber niemand empfunden, schließlich „würden die das ja eh nicht schaffen“.

Im Jahr 2014 sieht es dagegen anders aus. Nicht nur entsendeten wir mir 13 Teilnehmern die größte Delegation des Turniers sondern auch eine eine äußerst erfolgreiche.

DDM 2014 Mark

Mark erreichte mit Jakob das Viertelfinale und wurde 8. bester Redner des Turniers.

Mit 13 Teampunkten breakten Jakob und Mark ins Viertelfinale und wurden in die Eröffnende Regierung gelost. Natürlich sollte auch erwähnt werden, dass sich das Team den Preis für den besten Teamnamen „The Wiener takes it all“ sicherte. Mark wurde zudem 8.bester Redner des Turniers und markierte somit das erste Mal, das sein österreichischer Debattant die Top 10 einer DDM erreicht.

Nach einem spannenden und hart umkämpften Viertelfinale, mussten sich die beiden aber in einer Split-decision (Entscheidung nach Abstimmung) dem späteren Turniersieger geschlagen geben.

DDM 2014 Andreas

Andreas Villarreal redet im DaF-Finale und holt den Titel.

Die Erfolgsstory endete hier jedoch noch nicht, da sich Andreas für das Finale in der Kategorie Deutsch als Fremdsprache qualifiziert hatte. Da Andreas Teampartner Christoph Muttersprachler ist, wurde er für die Debatte Nicolas Hernandez zugeteilt, der für Müster angetreten und in der gleichen Situation war.

In einer interessanten Debatte zum Thema „DHG, dass es für Deutschland an der Zeit ist, mehr militärische Verantwortung in der Welt zu übernehmen“ konnten sich das Mixed Team aus der schließenden Regierung gegen Teams aus Westminster, Slowenien und Bonapart (Amsterdam) durchsetzen und holte den ersten DaF-Titel des deutschsprachigen Debattiersports nach Wien.

An dieser Stelle müssen wir uns erst einmal für ein in jeder Hinsicht professionell organisierte Turnier bedanken. Man merkte bereits vor dem Turnier, dass die Berliner sich bei der Organisation extrem viel Mühe gegeben hatten und nichts dem Zufall überlassen wollten. So gab es z.B. einen Online-Jurorentest, wie man ihn sonst nur von Welt- und Europameisterschaften kennt, um die Jurier Qualität zu sichern und eine fairere Bewertung von Juroren zu ermöglichen. In mehreren Vorbereitungsseminaren für Redner und Juroren, konnte man sich ideal auf das Turnier einstimmen. Das Chefjuroren-Team aus Andrea Gau, Dessislava Kirova und Michael Saliba stellte abwechslungsreiche und ausgeglichene Themen, die viel Anklang bei den Teilnehmern fanden. Zwischen den Runden gab es Kaffee und Snacks sowie die Möglichkeit, sich in einem Ruheraum zu entspannen.

DDM 2014 Madlen Katharina

Madlen und Katharina feiern auf der 20er Jahre Party.

Auch abseits des Turniergeschehens bot die DDM in Berlin ein großartiges Rahmenprogramm. Am Freitagabend fand ein Pub-Quiz statt und am Samstagabend eine 20er Jahre Party, bei der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Kostümen gegenseitig übertrumpften. Der DDG-Galaabend fand im Umspannwerk Ost statt und begeisterte mit tollem Essen und ausgelassener Stimmung. Wie immer wurde auch der DDG-Nachwuchspreis verleihen, diesmal an Jan Ehlert aus Tübingen. Das Finale fand schließlich vor beeindruckender Kulisse im Allianz Forum direkt neben dem Brandenburger Tor statt. Glückwunsch an die neuen deutschen Meister Christina Dexel und Philip Schröder aus Berlin, die sich den Traum vom Heimsieg erfüllen konnten.

 

Alle Themen im Überblick:

VR1: Dieses Haus würde das Gesinnungsstrafrecht abschaffen.

VR2: Dieses Haus würde Bürgern das Recht geben, ohne Begründung ihre Identität zu ändern.

VR3: Dieses Haus glaubt, dass Verhalten Putins in der Krimkrise war in Russlands strategischem Interesse.

VR4: Dieses Haus ist ein Bürger einer westlichen, liberalen Demokratie. Dieser lehnt Diskriminierung anhand von Religion, Geschlecht, sexuellen Präferenzen und Ethnie ab. Dieses Haus, als diese Person, würde die Werke von Künstlern (z.B. Malern, Musikern, Regisseuren), die persönlich solche diskriminierenden Positionen vertreten, boykottieren, auch wenn ihr das Werk gefallen.

VR5: Dieses Haus bereut die zunehmende Einordnung menschlichen Verhaltens in Krankheitsbilder.

VR6: Dieses Haus würde es zu einem Teil von Aufklärungskampagnen über Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe machen, Frauen über Risikoverhalten (z.B. Alkoholkonsum, Kleidung) zu informieren.

VR7: Dieses Haus als Europäische Union würde Abwehrmechanismen gegen EU-feindliche Parteien einführen.

VF: Dieses Haus glaubt, liberale Demokratien sollten Informations-Weitergabe an die Weltöffentlichkeit nicht als Landesverrat bewerten.

HF: Dieses Haus würde ehemalige Kolonien, die sich zu “Failed States” entwickelt haben, zwischenzeitlich rekolonialisieren.

F: Dieses Haus glaubt, dass die Political Correctness der heutigen Gesellschaft mehr schadet als nutzt.

DaF-F: Dieses Haus glaubt, dass es für Deutschland an der Zeit ist, mehr militärische Verantwortung in der Welt zu übernehmen.

DDM 2014 contingent

Leider haben wir es nicht geschafft, alle 13 DKler für ein Foto zusammenzutrommeln. Hier der noch nicht abgereiste Rest unserer Delegation nach dem Finale im Allianz Forum.

 

Bright Sunshine over Manchester EUDC 2013

DKWien’s ‘Contingent of Bright Sunshine’ broke a team and an adjudicator at the European University Debate Championships 2013 in Manchester. Hereby the Mission to Break is finally accomplished and DKWien enters the league of institutions that break teams at the Championships. Read below for what this means.

The author apologises for all football references in the text.

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Wien gewinnt Süddeutsche Meisterschaft 2013

Der Debattierklub Wien hat die Süddeutsche Meisterschaft in Ingolstadt, Bayern gewonnen.

SDM2013 Sieger

Christoph Jäger, Mark Etzel und Jakob Reiter nach Gewinn des Titels

Das Team Doppler Kas Watschn bestehend aus Mark Etzel, Jakob Reiter und Christoph Jäger war bereits nach den Vorrunden das Team mit den meisten Punkten. Im Halbfinale setzte sich das Team deutlich gegen Karlsruhe durch.

Schließlich kam es zum Finale gegen das Team Stuttgart CCCP (Nils Haneklaus, Igor Gilitschinski, Michael Saliba), Peter Cronenbroeck, Marie Rulffs und Alexander Postinett ergänzten die Debatte als freie Redner. Juriert wurde von Jan Lüken (CA), Torsten Rössing (CA), Anna Mattes, Gabor Stefan und Johannes Behnke.

In einer hochklassigen und extrem knappen Finaldebatte, konnte sich Wien schließlich in der Opposition zum Thema “Sollen homosexuelle Paare das volle Adoptionsrecht erhalten?” den Titel sichern. Mark wurde zudem bester Redner des Turniers und erhielt den Preis der Ehrenjury für die beste Finalrede und sorge so dafür, dass Wien alles holte, was es zu holen gab.

Nachdem Jakob und Mark bereits im Vorjahr das Finale erreicht und Jakob den Preis für die beste Finalrede erhalten hatten, erwies sich Ingolstadt zum widerholen Mal als gutes Pflaster für unseren Klub.

Die Regionalmeisterschaften finden jährlich fünf Wochen vor den deutschsprachigen Meisterschaften statt. Die drei regionalen Turniere entscheiden über die Platzvergabe für die deutschsprachige Meisterschaft (DDM), die heuer in München stattfindet. Sie wurden heuer im Format der Offenen Parlamentarischen Debatte (OPD) ausgetragen.

Das Team wurde von Anika Nussgraber als Jurorin begleitet.

Der Erfolg des DKWien in Ingolstadt ist zugleich auch von historischer Bedeutung:  Es ist das erste Mal, dass ein nichtdeutsches Team eine deutschsprachige Regionalmeisterschaft gewinnt und der erste Turniersieg des Debattierklub Wien außerhalb Österreichs.

 

Alle Themen im Überbllick:

VR1: Soll Verbannung als Strafe wiedereingeführt werden?

VR2: Sollen alle familienpolitischen Leistungen zugunsten einer einmaligen Kinderprämie von 100.000 Euro abgeschafft werden?

VR3: Sollen alle Parlamentarier nicht mehr per Wahl, sondern per Losverfahren aus allen Bürgern ermittelt werden?

HF:  Sollen Journalisten die Offfshore-Leaks-Daten an die zuständigen Behörden weitergeben?

F: Sollen homosexuelle Paare das volle Adoptionsrecht erhalten?

 

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Vienna wins the Southern German Regionals

The Southern German Championships took place in Iserloh, just like the previous year. This year’s competition used the OPD format, however.

 

DKWien wins the Southern German Regionals (SDM) in Ingolstadt, Bavaria. Mark Etzel, Jakob Reiter and Christoph Jäger broke first into semis and secured their title in the final against Stuttgart. In the final they were to oppose the motion ‘that homosexual couples should be granted full rights to adoption’.  The Viennese contingent was also very successful on the speaker tab with Mark ranking best speaker of the tournament and Jakob conquering the 3rd place. Anika Nussgraber joined the contingent as an adjudicator.

The German Speaking Regionals determine the allocation of slots at the German Championships. They take place five weeks before the German Championships, which will be held in Munich later this year. All tournaments were conducted in the German format “OPD” ( Open Parliamentary Debate).

DKWien’s success marks the first time that a non-German team wins a German-Speaking Regional Championship.

Welcome to the New Age – DKWien Rocks SOAS IV 2012

Jakob delivering his speech at the SOAS IV ESL final

There is enough to say about SOAS IV 2012 itself. The tournament was outstandingly well organised for a British tournament.That is to say that it would still be considered very badly organised if we were to apply continental European standards. However, there was food and hostel accommodation close to the campus. With 140 teams SOAS IV is one of the largest tournaments on the Island. Because it enjoys a friendlier reputation than Oxford or Cambridge with regards to how it treats participants, about 30 ESL teams traveled to London to debate at SOAS IV. 3 of them were sent from Vienna. We had a hell lot of fun in London and the Vienna contingent also enjoyed the socials excessively. Nonetheless, I dare to say SOAS IV was particularly special. The reason for that is the success of DKWien Teams.

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Battle for Belgrade – The Chips Are Down!

For the first time since its inception Debattierklub Wien had more teams applying for a Championship then there were slots available. Five teams competed for 3 slots, all of them had their merits and none of us knew how to settle that. Hence we decided to run the EUDC trials and find it out the hard way like we had seen it from the grown ups in Sydney, Oxford or Leiden. We set the dates for  May 5 and 6 to run the evil but necessary “Battle For Belgrade”. Continue reading