A report on Eudc 2016 held in Warsaw

Am 10.August dieses Jahres stieg ich um 23:30 Uhr am Südtirolerplatz in Wien in einen entgegen meinen Hoffnungen entsprechend vollbesetzten Bus nach Warschau, um erst am nächsten Tag um 11:40 Uhr wieder auszusteigen. Rund 12 Stunden Fahrt, schreiende Kinder, eine viel zu kalt eingestellte Klimaanlage, dafür in quasi letzter Sekunde die doch noch zugesagte Begleitung durch einen Klubkollegen mit derselben Mission. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Danke, Marvin!

Aber der Weg ist vernachlässigbar in Anbetracht des Ziels:

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Die Mission: Vollunteering auf der Europäischen Debattiermeistermaschaft in Warschau.

Die europäische Debattiermeisterschaft versammelte in diesem Jahr 229 Teams zu 456 Redner (lt. Teamtab/Speakertab) inklusive Juroren, insbesondere hervorzuheben sind die erlesenen Chefjuroren Yael Bezalel, Radu Cotarcea, Adam Hawksbee, Harish Natarajan, Emilia Carlqvist, Helena Ivanov sowie das unerschütterliche Tabteam mit Jakob Reiter, Calum Worsley, Richard Coates, Markus Knutsson, Ann Tarkin, Valerie Tierney und schlussendlich die beeindruckende Hauptorganisatorin/Convenor Karolina Partyga.

Unser Klub entsendete vier Teams. Mit unserem A-Team (oder lt. Teamtab: Debattierklub Wien A) Melanie Sindelar und Madlen Stottmeyer freuten wir uns über stolze 15 Teampunkte. Zusammen angetreten sind außerdem Elisabeth Vikydal und Vinicius Bremer sowie Katja Schager mit Kata Sebök und Miri Muntean gemeinsam mit Ingo Bandhauer, die allesamt nach der 9. Runde auf mindestens 12 Teampunkte zurückblicken konnten. Weiters mit vor Ort Susanna Ulinski, sie trat mit einem deutschen Kollegen gemeinsam als Team an. Somit zählte der DK Wien mit 11 Leuten die bisher größte Delegation die je auf einer Europameisterschaft vertreten war. Wichtig noch zu wissen: aus unserem A-Team erzielten beide Teilnehmerinnen jeweils eine Top 50 ESL-Speaker Platzierung, Melanie sogar Platz 34  und auch sonst verteilte sich unser Kontingent in den Top 180 der ESL-Kategorie von insgesamt 254 Rednern mit ESL Status. Unser Aller Freude wurde bei den ausgiebigen Socials und im Besonderen zuletzt im Wissenschafts- und Kulturpalast beim Championship Dinner Ausdruck verliehen. Dort wurden auch die Gewinner European Debating Champions 2016 gekürt. PEP A mit Michael Dunn Goekjian (auch bester Redner) und Stefan Siridžanski holten sich gleich drei gläserne Pokale. Im ESL-Finale gewann das Team Tel Aviv A mit Ayal Hayut und Dan Lahav (bester ESL Redner).

Was ist außerdem von Nöten um die Organisation eines sieben Tage dauerenden Events bewältigen zu können? Freiwillige Helfer. Volunteers die schon mal ein paar Tage früher anreisen um die Vorbereitungen für das Event zu treffen und die auch in den Tagen während des Turniers von 14. bis 20.August noch helfend Orientierung geben, Essen austeilen, Müll wegräumen, etc. Mit vor Ort dabei Marvin und ich. Aus einer Organisation kommend die Euros 2015 mit ausgezeichnetem Feedback organisiert hatte, von deren Erfahrungen wir allein aus Erzählungen schon einiges lernen konnten, wurden wir mit der ehrenvollen Aufgabe betraut gemeinsam das Runners Team zu leiten.

Die Runners: Anzutreffen, vor Beginn und Ende jeder Runde, verstärkt während der neun Vorrunden, als sich ungewöhnlich schnell bewegende Individuen die mehrmals am Tag über drei, vier Stockwerke auf- und ab- und zwischen Gebäuden hin und herlaufen und dabei in zu Walkie-Talkies umfunktionierte Smartphones sprechen/ keuchen/ schreien. Diese Runner sind dafür verantwortlich, dass die Ergebnisse nach jeder Debatte schnellstmöglich im Tabroom landen um so einen zeitgerechten Beginn der nächsten Runde zu ermöglichen.

Fazit: Es war ein unglaublich tolles Erlebnis und es hat uns irsinnig gefreut unseren Beitrag zur Realisierung der EUDC 2016 zu leisten. Einen Einblick in ein Turnier dieser Größenordnung zu erhalten und unseren Teams bei jeder Gelegenheit den Rücken zu stärken und sie nach all der Anstrengung entsprechend zu feiern war die ganze Anstrengung Wert.

Nach dieser Erfahrung musste ich, zurück in Wien, allerdings selbst erst mal ein paar Stunden Schlaf nachholen. Nie wieder 12 Stunden Busfahrt. Nächstes Jahr nehm ich das Flugzeug!

See you in Tallin!

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Dieser Beitrag wurde vefasst von Anicca Egger

 

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